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hr2 - Märchen und Verbrechen

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Die Brüder Grimm waren kluge Köpfe. Neben Ihrer Sammlung mit grausigen Märchen sind sie auch für ihren Forschergeist bekannt. Das Autorenteam der Krimiserie "Märchen und Verbrechen", Viviane und Leonhard Koppelmann, hat eins und eins zusammengezählt und dichtet die Märchen kriminalistisch um.

Mit einem durchtriebenen Franzosen und einer reizenden Adeligen klären die Brüder Grimm unter Einsatz ihres Lebens haarsträubende Verbrechen auf. Es spielen die Brüder Wanja und Jona Mues sowie Michael Rotschopf und Laura Maire.


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Bekannt ist Wanja Mues aus Film und Fernsehen - zum Beispiel in "Mein letzter Film"  an der Seite von Hannelore Elsner als Kameramann und aktuell als Privatdetektiv Leo Oswald in der ZDF-Serie "Ein Fall für zwei".

Seine sonore Stimme kennt man auch aus zahlreichen Hörspielen.

Als Jacob Grimm nimmt er die Hörer an die Hand und führt sie mit seiner emotionalen Sicht auf die Geschehnisse durch die Geschichten ...

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Er und sein Bruder Wilhelm gelten als Pioniere der Literaturwissenschaft.

Nach einem früh verstorbenen Bruder war Jacob der älteste der insgesamt neun Grimm-Geschwister. Um die Familie nach dem Tod der Eltern zu ernähren, war Jacob Grimm in Kassel als Bibliothekar in die Dienste des Königs von Westphalen, Jérôme Bonapartes, eingetreten. Welchen Aufgaben er dort genau nachging, ist nicht erforscht - das lässt Raum für die Phantasie der Drehbuchautoren.
 
Später schlug Jacob ein Universitätslaufbahn ein. Mit seinem Bruder Wilhelm arbeitete er am "Deutschen Wörterbuch" und gab die berühmte Sammlung "Kinder- und Hausmärchen" heraus.

Ihre Arbeit verstanden die politisch engagierten Brüder als identitätsstiftende Grundlage für das Projekt einer "Deutschen Nation". Jacob war später sogar Mitglied der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche.

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Jona ist wie sein Vater und seine beiden Brüder Schauspieler und Hörspielsprecher und derzeit am Theater Koblenz engagiert.

In "Märchen und Verbrechen" spielt er Jacobs jüngeren Bruder: ein Kopfmensch und brillianter Analytiker, der sich von Asthma und Herzbeschwerden nicht davon abhalten lässt, an der Aufklärung der Fälle mitzuwirken.

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Geistreich, belesen, humorvoll - so beschreiben Zeitgenossen den zweitältesten Grimm-Bruder.

Er hatte in Marburg Jura studiert, konnte aber wegen Asthma und einer Herzerkrankung lange nicht berufstätig sein und lebte mit Jacob in Kassel. Schon damals arbeitete er mit ihm an der Sammlung der "Kinder- und Hausmärchen". Dazu beigetragen haben u.a. auch die Schwestern Annette und Jenny von Droste zu Hülshoff.

Später wurde er Bibliothekar in Kassel und Göttingen, wo er auch eine außerordentliche Professur innehatte. Diese verlor er, als er mit seinem Bruder und fünf anderen einen Protestbrief gegen die Abschaffung der liberalen Verfassung unterschrieb - bekannt als die "Göttinger Sieben".

1841 wurde er Professor in Berlin, wo er weiter eng mit Jacob zusammen arbeitete. Trotz dieser engen Beziehung heiratete er Henriette Dorothea und hatte mit ihr vier Kinder.

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Im "Tatort" und anderen Fernsehfilmen sowie in zahlreichen Hörfunkproduktionen ist Michael Rotschopf oft der undurchsichtige Bösewicht.

Undurchsichtig ist auch seine Figur Eugène François Vidocq in "Märchen und Verbrechen". Im Laufe der Zeit bewährt sich der temperamentvolle Franzose als verlässlicher Partner der Grimms.

Er verfügt über beste Kontakte und hat Einblick in gesellschaftliche Ränke und Abgründe ...

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Sein bewegtes Leben hat schon zu Lebzeiten Schriftsteller wie Victor Hugo und Honoré de Balzac inspiriert. Gérard Depardieu verkörperte ihn im gleichnamigen Film.

Seine Wandlung vom Kriminellen zum Kriminaler begann als Polizeispitzel. Obwohl er sich nie einer Ideologie verbunden fühlte, machte ihn Napoleon Bonaparte 1813 zum Chef einer staatlichen Sicherheitspolizei, der "Sûreté Nationale".

Vidocq gilt als Mitbegründer der modernen Kriminalistik, weil er u.a. Undercover-Agenten und ballistische Tests einsetzte. Er verfügte über Insiderwissen und ihm wurde zudem ein fotografisches Gedächtnis nachgesagt.

Bei der Behörde initiierte er eine Verbrecherkartei mit äußeren Merkmalen, Pseudonymen, typischen Vorgehensweisen, früheren Verurteilungen und sonstige Informationen.

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Als Synchron-, Hörbuch und Hörspiel-Specherin ist Laura Maire schon in viele Rollen geschlüpft - von der Außerirdischen in der australischen Jugendserie "Ocean Girl" bis zur Vampirin in der " Twilight"-Reihe.

In "Märchen und Verbrechen" ist sie Jenny, eine junge, abenteuerlustige und für ihre Zeit sehr emanzipierte Adelige mit ganz eigenem Kopf. Sie unterstützt die Grimms mit weiblicher Intuition, Charme und besonderem Hintergrundwissen.

Kein Wunder, dass die Brüder ein bisschen in sie verliebt sind ...

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Sie ist die ältere Schwester und enge Vertraute der Dichterin Annette von Droste zu Hülshoff.

Als junge Frau lernte sie Jacob und Wilhelm Grimm kennen. Die drei verband eine lange Brieffreundschaft. Es ist belegt, dass Jenny auch bei der Sammlung von Märchen und Volksliedern half.

Jenny heiratete erst mit 39 Jahren den Germanisten Joseph von Laßberg und war später als Hausfrau und Mutter intellektuelle Gesprächspartnerin prominenter Zeitgenossen wie die des Dichters Ludwig Uhland.


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Alle Folgen der Hörspielserie sowie alle Märchen gelesen in der Originalversion gibt es hier als Podcast zum Download.

Noch mehr Sehenswertes aus der Hörspielproduktion und Gespräche mit den Machern finden Sie hier.

Alle Mitwirkenden an der Hörspiel-Produktion können Sie hier nachlesen.

Redaktion Webspecial:
Alexandra Müller-Schmieg und Matthias Grimm
Grafik: Kerstin Henninger und Johannes Helm
Mitarbeit: Anne Euler, Viviane Koppelmann, Judith Mehrmann, Heike Oehlschlägel, Sybille Ring, Uli Zimpelmann.


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