Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

hr2-Fotowettbewerb_2021

Logo https://www.special.hr2.de/hr2-fotowettbewerb_2021

Ausstellung

Im Wettbewerb haben wir nach einem Bild zu einer selbstgewählten Literatur mit Hessenbezug gefragt. Kreativität und technische Perfektion allein reichen also nicht aus: Gesucht waren Arbeiten, die im Zusammenspiel von Bild und Wort zu originellen fotografischen Lösungen gelangen.  
Die sehr zahlreichen Einreichungen zeichneten sich durch diese Vielfalt aus, dass Lesende ganz unterschiedliche Lektüren bevorzugen und vom Knipsen, über die Amateur- bis zur professionellen Fotografie Ihren Bildfantasien freien Lauf ließen. Es ist diese Vielfalt, die den Wettbewerb auszeichnet und die Arbeit der Jury so schön, aber auch fordernd macht. Sie sehen hier von der Jury ausgewählte Arbeiten aus dem Fotowettbewerb, darunter auch die vier Siegerbilder.  
Als Mitveranstalter des Wettbewerbs und Ausstellungskurator lade ich Sie ein, die Ausstellung auf drei Wegen zu genießen. Zunächst können Sie den Bildern hier im virtuellen Ausstellungsraum des Webspecials begegnen. Im Schaufenster des Haus am Dom in Frankfurt können Sie die Bilder zwischen dem 29. Mai und dem 15. Juli besonders schön bei einem Abendspaziergang leuchten sehen.
Analog sind die gehängten Prints während der Buchmesse vom 17. Oktober bis 7. November im Haus am Dom zu sehen.

Ihr Gerd Kittel 
Zum Anfang

MANN ODER JUNGE? von MIKHAIL KAPYCHKA - 1. Preis

Vollbild
zu dem Buch "Man(n) kämpft sich durch" von Freddy Schissler 

Anmerkung des Fotografen: "Innen bist du ein sanfter und verletzlicher Junge und draußen bist du ein starker Mann."

















Schließen
Zum Anfang

DER ORT von JOACHIM MOOG - 2. Preis

Vollbild
zu dem Roman "Der Ort" von Andreas Maier:

"Der Ort, die Straße, das Haus, das Zimmer, neulich sagte ich mir, du nimmst jetzt alles, deine Heimat, die ganze Wetterau, deine Familie, deine Geschichte zwischen Grabsteinen und Steinbrüchen, setzt dich ins Zimmer deines Onkels und machst daraus dein letztes Werk, das du so lange weiterschreibst, bis du tot bist, und dieses Werk wirst du Ortsumgehung nennen, benannt nach der Ortsumgehungsstraße, mit der sie deine Heimat jetzt umgehen und auf der immer noch nicht gefahren wird, obgleich sie schon drei Jahre daran bauen und die Genehmigung, ein schönes deutsches Wort, sich über vierzig Jahre hingezogen und eigentlich mein ganzes Leben begleitet hat."


















Schließen
Zum Anfang

WOLLEN AUCH NICHT SCHLAFEN GEHEN, DENN SONST WÄR‘ ICH GANZ ALLEINE von TERESA AMBORN - 3. Preis

Vollbild
zu dem Gedicht "Frühlingskranz" von Clemens Brentano: 

"Wollen auch nicht schlafen gehen,
Denn sonst wär‘ ich ganz alleine."
















Schließen
Zum Anfang

GEFÜHLTE ORTE von PHILIP FUNKE - Publikumspreis

Vollbild
zu dem Roman "Die Pfaueninsel" von Thomas Hettche:

"Es rufen Orte in uns ganz dieselben Gefühle hervor wie Menschen, man vertraut einer Landschaft wie einem Freund, ein Gesicht, das man zum ersten Mal sieht, behagt einem oder eben nicht. An bestimmten Orten empfinden wir Mißtrauen und Furcht als schwer erträgliche körperliche Nähe, ohne daß diese Nähe Augen hätte und ein Gesicht."


















Schließen
Zum Anfang

DER SEELENFÄNGER von EDELTRAUT FERGER

Vollbild
zu dem Drama „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe:
 
"Mephistopheles:
Was wettet ihr? Den sollt ihr doch verlieren
wenn ihr mir die Erlaubnis gebt,
ihn meine Straße sacht zu führen!

Der Herr:
Solang er auf der Erde lebt,
so lange sei dirs nicht verboten
Es irrt der Mensch, solang er strebt.“
















Schließen
Zum Anfang

RAPUNZEL von CLEMENS FISCHER

Vollbild
zu dem Märchen "Rapunzel" von den Brüdern Grimm: 

"Rapunzel ward das schönste Kind unter der Sonne. Als es zwölf Jahre alt war, schloss es die Zauberin in einen Turm, der in einem Walde lag, und weder Treppe noch Türe hatte, nur ganz oben war ein kleines Fensterchen."

Schließen
Zum Anfang

SEHNSUCHT NACH ETWAS, WIE ES SEIN SOLLTE, ABER NICHT IST von ESTHER WINZEN

Vollbild
zu dem Buch "Bullau – Versuch über die Natur" von Andreas Maier und Christine Büchner:

"Sehnsucht nach etwas, wie es sein sollte, aber nicht ist."

Schließen
Zum Anfang

HAUSMÜLL von TOM BERNER

Vollbild
zu dem Roman "Streulicht" von Deniz Ohde:

"Schon heute Morgen, als ich das Fenster meines alten Zimmers geöffnet habe und einen tiefen Zug frische Luft nehmen wollte, hat es scharf nach Hausmüll gestunken."

Schließen
Zum Anfang

FÜR UNS. WORT IM SCHATTEN von DAPHNE C. BLOHM

Vollbild
zu dem Roman "Der Schwimmer" von Zsuzsa Bánk:

"Wir taten so, als ob wir Post bekommen, als würde uns, ausgerechnet uns, jemand schreiben."

Schließen
Zum Anfang

ALTE DORFGASSE von SIEGBERT KASTAUN

Vollbild
zu dem Roman "Wäldchestag" von Andreas Maier:

"Und während die Mohrs nun begonnen hätten, die Schubläden auf eine polternde Weise aus den Küchenschränken herauszuziehen, habe er, Schossau, die Adomeitsche Wohnung unbemerkt verlassen. Von der Gasse aus habe er noch einmal zu der Wohnung emporgeblickt. Dort oben werde alles Adomeit Betreffende schon in wenigen Tagen nicht mehr anzutreffen sein. Alles, worin Adomeit gelebt habe, werde aufgelöst. Zersetzt. Das sind die selbstreinigenden Kräfte des Lebens"

Schließen
Zum Anfang

MONDNACHT von INGRID STURM

Vollbild
zu dem Gedicht "An den Mond" von Johann Wolfgang von Goethe: 

"Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;"
Schließen
Zum Anfang

FERNWEH von MAXIMILLIAN TERBURG

Vollbild
zu der Science Fiction-Serie "Perry Rhodan" von K.-H. Scheer (Gründer gemeinsam mit W. Ernsting)

Anmerkung des Fotografen: "Die erfolgreichste deutsche Science Fiction-Romanreihe 'Perry Rhodan', die in mehreren Generationen Fernweh nach fremden Welten erwachen ließ."
Seit 1961 bis heute gibt es über 3100 Folgen, von ca. 50 Autor*innen und Zeichner*innen.

Schließen
Zum Anfang

UNKRAUTKILLER von ROLF WALTER

Vollbild
zu dem Kriminalroman "Unkrautkiller" von Matthias P. Gilbert
Schließen
Zum Anfang

ÜBERLASSENE MÖBEL von BETTINA BANK

Vollbild
zu dem Roman "Inniger Schiffbruch" von Frank Witzel:

"Meine Mutter sagte mir damals am Telefon, sie hätten ihr "Traumhaus" gefunden. Es war das Haus einer verstorbenen Opernsängerin, und meine Eltern übernahmen Teile der Inneneinrichtung wie Wohnzimmermöbel und eine Reihe gerahmter Kostümzeichnungen."

Schließen
Zum Anfang

BERLIN, OLYMPIASTADION von THERESE SCHNEIDER

Vollbild
zu dem Gedicht "Rote Fahnen" von Jörg Fauser:

"Dies Deutschland, mein Land:
Expressionismus, Auschwitz,
die Mauer. Wo waren
die Dichter,
als die Philosophen
den Zement mischten?"

Schließen
Zum Anfang

TRÄUME von MICHAEL FANN

Vollbild
zu dem Gedicht "Träume" von Bernd Stickelmann:  

"Abrissbirne folgen
betonierte Träume
zünden in Synapsen
rauschhafte Worte
Vergrabenes
armierten Wänden -

entlocken -
Zeit vergeht -
es ist spät -
schockt und verlockt"

Schließen
Zum Anfang

DARMSTADT, DIENSTAG MORGEN von NIKLAS ARNOLD

Vollbild
zu dem Gedicht "Früher Amorbach" von Renate Axt:

"Ein dicker Barockengel
mit abgebrochenem Flügel
hatte sich
mit einem Dudelsack unter dem Arm
davon gemacht

Da stand er nun
dienstags auf der Kreuzung
Rheinstraße Ecke Neckarstraße
hielt den Verkehr auf

Und Dudelsackblasen hatte er
auch nicht gelernt.“

Schließen
Zum Anfang

WUNSCHLOS GLÜCKLICH von UDO FEDDERIES

Vollbild
zu dem Roman "Wenn wir Tiere wären" von Wilhelm Genazino:

"Dort stand eine große, schwere Ente auf einem Fuß, mit geschlossenen Augen, offenbar im Stehen schlafend. Ich war begeistert. Gab es das überhaupt? Eine mitten in der Stadt im Stehen schlafende Ente? Ich wünsche mir, die Ente nachahmen zu können. Schlafend auf einem Bein in der Stadt herumstehen: dann fiele mir kein weiterer Wunsch mehr ein."
Schließen
Zum Anfang

GOOD LUCK von ANDREA DÖHNE

Vollbild
zu dem Buch "Frau Fröhlich sucht die Liebe" von Susanne Fröhlich:

"Dauerbesuch im Kuriositätenkabinett"

Schließen
Zum Anfang

DREI ELEFANTEN vom KOLLEKTIV HALM

Vollbild
zu dem Gedicht "Weiße Schlüpfer" von Gerald Zschorsch:

"Dieser Gummi,
den es nicht mehr gibt.
Gespannt zwischen zwei
Elefanten, den Backen,
verliebt."

Schließen
Zum Anfang

GOETHE von VOLKHARD SOBOTA

Vollbild
zu dem Roman "Die Leiden des jungen Werther" von Johann Wolfgang Goethe:

"Unglücklicher! Bist du nicht ein Tor? Betrügst du dich nicht selbst? Was soll diese tobende, endlose Leidenschaft?"

Schließen
Zum Anfang

VERFÜHRUNG von GABRIELE SCHETTLER

Vollbild
zu dem Gedicht  "Epirrhema" von Johann Wolfgang von Goethe:

"Müsset im Naturbetrachten
Immer eins wie alles achten;
Nichts ist drinnen, nichts ist draußen:
Denn was innen, das ist außen.
So ergreifet ohne Säumnis
Heilig öffentlich Geheimnis.

Freuet euch des wahren Scheins,
Euch des ernsten Spieles:
Kein Lebendiges ist ein Eins,
Immer ist's ein Vieles."

Schließen
Zum Anfang

CANALASSO von MARIA REMO

Vollbild
zu der Ballade "Venezianische Epigramme" von Johann Wolfgang von Goethe:

"Ruhig saß ich in meiner Gondel, und fuhr durch die Schiffe,
Die in dem großen Kanal viele betrachtete stehn;"

Schließen
Zum Anfang

IM ERBSENWAHN von SABRINA RETTKE

Vollbild
zu dem Roman "Woyzeck" von Georg Büchner:

"Ißt seine Erbsen?"

Schließen
Zum Anfang

SCHILFROHR ALS OBJEKT von PAULA KORING

Vollbild
zu dem Buch "Warum ist Landschaft schön?" von Lucius Burckhardt:

"Betrachten heißt. Neue Blickwinkel erschließen. Sehweisen ausprobieren, Ungewohntes wahrnehmen, störende Elemente aufdecken, Fehler machen und bei sich selbst bemerken.“
Schließen
Zum Anfang

S FÜR SPARKASSE von MELIKA MOAZENI

Vollbild
zu dem Buch "Haben oder Sein" von Erich Fromm:

"Wer bin ich, wenn ich bin, was ich habe, und dann verliere, was ich habe?"

Schließen
Zum Anfang

FLÜCHTLING VOR DEM LEBEN von BERND BEUSCHER

Vollbild
zu dem Roman "Widerfahrnis" von Bodo Kirchhoff:

"Kein erster Kuss gelingt, ohne dass man sich selbst übertrifft. Aber wo wären wir ohne etwas Selbstüberschätzung - jeder wäre nur in seinem Gehäuse, ein Flüchtling vor dem Leben!"

Schließen
Zum Anfang

MEIN MUND AN DEINEM von LILLI ISABEL FÖRSTER

Vollbild
zu dem Gedicht "In den Straßen" von Gerald Zschorsch:

"In den Straßen laufen. Du und Ich. Ganz knapp.
Mein Mund an deinem. Zu. Und nicht satt." 

Schließen
Zum Anfang

ERINNERUNGEN AN ERINNERUNGEN von WOLF NEBE

Vollbild
zu dem "Brief vom 15.7.1915 an Ilse Erdmann" von Editha Klipstein:  

"Verhält es sich nicht so, dass wir auch viele Menschen nur als Erinnerungen an Erinnerungen nehmen? Dass der flüchtige Schein eines gleichen – das Nocheinmalwiederkehren eines glückseligen Tages in Form eines plötzlichen 'Augenscheins' uns kritiklos macht der Haltbarkeit dieses Bildes gegenüber?"

Schließen
Zum Anfang

TAUBEDECKTE SPINNENNETZE von MATTHIAS KRISPIEN

Vollbild
zu dem Gedicht "Morgendliche Fallen" von Robert Gernhardt:

"Spinnennetze, taubedeckte,
Todesfallen, silberschöne,
Todesboten, aufgeschreckte"
Schließen
Zum Anfang

BIS GESTERN von DAPHNE C. BLOHM

Vollbild
zu dem Roman "Der Schwimmer" von Zsuzsa Bánk:

"Er sagte, dieser Ort wird nichts mehr von uns wissen."

Schließen
Zum Anfang

KLEINES LIED von MARLENE HRUBESCH

Vollbild
zu dem Gedicht "Kleines Lied" von Robert Gernhardt:

"Bin ich auch arm
Bin ich doch dumm
Bin ich auch schief
Bin ich doch krumm
Bin ich auch blind
Bin ich doch taub
Bin ich auch Fleisch
Werd ich doch Staub."


Schließen
Zum Anfang

SCHWEIGEMINUTE von TOM BERNER

Vollbild
zu dem Poetry Slam "Hanau" von Melis Ntente:

"Würden wir für jedes Opfer rassistisch motivierter Taten eine Schweigeminute haben, dann würden wir schweigen für tausende von Jahren." 

Anmerkung des Fotografen: "Der Poetry Slam 'Hanau' entstand nach dem rassistischen Anschlag im Frühjahr. Darin schreibt sie: 'Nirgendwo kannst Du Dich in Sicherheit wiegen, wenn die Täter speziell auf Deine Herkunft zielen. Nirgendwo kannst Du Dich in Sicherheit wiegen, wenn deine Bedeckung, die Farbe Deiner Haut, Deiner Haare dem Täter wie ein Dorn im Auge liegen.'" 
Schließen
Zum Anfang
Der Fotowettbewerb ist seit 2008 Teil des Netzwerkprojekts Literaturland Hessen von hr2-kultur, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Hessischen Literaturrat e.V.

Veranstalter des Fotowettbewerbs sind hr2-kultur, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Photokontor Kittel.

Die drei Jury-Preise im Wert von 5000 Euro werden von der FAZIT-Stiftung zur Verfügung gestellt. Der Publikumspreis der Sparda-Bank Hessen e.G. ist mit 2000 Euro dotiert.

Weitere Kooperationspartnerin des Wettbewerbs ist die Katholische Akademie Rabanus Maurus, in deren Räumlichkeiten im Haus am Dom die Ausstellung und die Preisverleihung ausgerichtet werden. 
Den Videostream von der Preisverleihung finden Sie bis zum 26. Juni auf der Webseite des Haus am Dom.

Literaturland Hessen 
hr2.de 


Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen Wischen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden